„80 Jahre in Bewegung – in 80 Jahren viel bewegt“

Die Bendorfer Spedition Mathias Normann feierte mit vielen Gästen 8 Jahrzehnte ihres Bestehens auf der Sayner Hütte

„80 Jahre in Bewegung – in 80 Jahren viel bewegt“ - unter diesem Motto stand die Feier zum 80-jährigen Bestehen der Spedition Mathias Normann, zu der zahlreiche Gäste in die Kruppsche Halle auf dem Sayner Hüttengelände eingeladen waren – darunter Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Wirtschaft sowie Kunden, Geschäftspartner und die Angehörigen und Freunde der Familie Normann.

Andreas Normann, der in der dritten Generation das Familienunternehmen leitet, stellte bei seiner Festrede seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an den Anfang seiner Ausführungen, denen er für ihre langjährigen Leistungen und vielfältigen Einsätze dankte. Insbesondere hob er in diesem Zusammenhang seine Familie hervor, die ihn tatkräftig unterstütze, obwohl das nicht immer leicht sei. In seinen Dank schloss er ebenso die Freunde und alle, die in irgendeiner Form zur Entwicklung seines Unternehmens beigetraben haben, mit ein.

„Ich bin stolz, dass wir das Erbe meines Großvaters Mathias Norman und meine Vaters Theo würdig übernommen haben“, begann Andreas Normann seinen Rückblick auf die Firmengeschichte.  „1932 gründete Großvater Mathias mit seinen Brüdern Josef, Anton und Klemens das Fuhrunternehmen Gebrüder Normann. Dieses verließ er im Jahre 1939 wieder und gründete sein eigenes Transportunternehmen. Der Ausbruch des 2. Weltkriegs bedeutete dann einen tiefen Einschnitt, doch zum Glück kehrte er nach Kriegsende aus russischer Gefangenschaft zurück und beteiligte sich am Wiederaufbau des zerstörten Bendorfs“.

In der Langemarkstraße (heute Untere Vallendarer Straße) entstand - nach den Worten von Andreas Normann - der erste Firmensitz. Dort trat dann nach dem Abschluss einer Lehre im Speditionsgewerbe Vater Theo in das Unternehmen ein, das er 1978 als Geschäftsführer übernahm. Als Firmengründer Mathias 1999 verstarb entschloss sich Andreas Normann, ebenfalls in die Firma einzusteigen, um die Unternehmensform nicht zu gefährden.

Ein entscheidendes Jahr wurde das Jahr 2000, berichtet Andreas Normann weiter, denn sein damaliger Chef wollte ihn nicht gehen lassen und drängte ihn, das elterliche Unternehmen aus seinen Zukunftsplänen zu streichen. Doch er ließ sich dadurch nicht beirren, sondern trat in das Familienunternehmen ein, das sich in den kommenden Jahren rasant fortentwickeln wollte.

„2004 kauften wir den insolventen Teil der Feuerfestfabrik Dörentrup-Lüngen, obwohl die Belegschaft dieses Unternehmens starke Zweifel daran hatte, ob ich als Spediteur dies leisten könne“, erinnerte sich Andreas Normann und fuhr fort:  „Wir gruben, schaufelten und bauten fünf neue Hallen – eine für die Produktion, drei fürs Lager und eine für die Werkstatt. Die Entwicklung der beiden Nachbarn, die Refra-Technik und die ASK Lüngen bzw. ASK Chemicals,  nahmen ihren Lauf genau wie die Entwicklung unserer Spedition in den Bereichen Transport und Logistik“.

Im Jahr 2010 zählte die Spedition 40 Mitarbeiter; als neben dem üblichen Stückguttransportsektor auch noch der Bereich der Silotransporte erweitert wurde, war die Zahl der Mitarbeiter schon bei 50 angelangt und heute sind es 69. Damit wurde klar, dass der Platz an der Hauptstraße zu eng wurde. Daher begann ich mit den Verantwortlichen der Stadt Bendorf über einen neuen Standort zu verhandeln. Es wurde eine lange Planungszeit daraus, denn die angedachten Möglichkeiten am Rheinhafen, auf dem Langenberg, dem Concordia-Gelände oder an der Engerser Landstraße stellten sich als nicht machbar heraus. Dann endlich bahnte sich 2015 eine Einigung mit der Fa. Coca Cola an und ich konnte an unserem heutigen Standort in der Koblenz-Olper-Straße 113 500 Quadratmeter Lagerhallen auf einem Grundstück von 37 500 Quadratmeter erwerben.  Nur drei Jahre später zeigte sich, dass auch das nicht mehr ausreichte, sodass wir weitere Hallen anmieten mussten. Heute haben wir fast den ganzen Bereich der ehemaligen Coca Cola unter unseren Fittichen.

Somit konnte sich die Spedition Normann besonders breitgefächert aufstellen und viele Branchengewerbe abdecken, wie beispielsweise Feuerfestindustrie, die gießerei-chemische Produktionsschiene, Bauindustrie, Maschinen- und Apparatebau und vieles mehr. „Wir nehmen die kleinen und die großen Herausforderungen an und versuchen sie zu lösen – egal, ob es sich um den Transport und die Positionierung einer kompletten Backstraße für Großbäckereien, Flugzeugteile oder um eine ganze Dampflok handelt, die in ein Museum gefahren werden muss. Wir transportieren alles vom 100-Gramm-Päckchen bis zum 100-Tonnen-Objekt.

Dass der familiengeführte Mittelstand im Speditionsgewerbe eine Stärkung erfahre, stimmt Andreas Normann optimistisch, denn nach Marktforschungsprognosen aus dem Jahr um 2000 prophezeiten sollte es um 2020 so gut wie keinen Mittelstand mehr geben, doch das ist nicht der Fall, vielmehr merkt er, dass mittelständige Unternehmen sich sehr wohl für einen mittelständigen Spediteur oder Logistiger interessieren.      

Seine Umgebung war ihm schon immer sehr wichtig. „Wir waren schon vor `Klima-Greta´ umweltbewusst und CO2-sparend unterwegs“, fuhr Andreas Normann fort. „Wir haben die umweltfreundlichsten LKW`s, die es heute gibt, und unsere Disponenten planen ressourcenschonend  die Touren.  Zudem können wir den nötigen Strom komplett selbst produzieren. Wir vermeiden und sparen 108 Tonnen CO2 im Jahr – und das schon seit 2010“.

Nicht zuletzt kümmert sich die Spedition Normann um ein harmonisches Arbeitsklima und kümmert sich um jeden einzelnen Mitarbeiter. Man bespricht Sorgen und Probleme vertrauensvoll miteinander und meist wird auch eine allseits befriedigende Lösung gefunden. Das hat die Firma Normann zu einem der familienfreundlichsten Unternehmen im Landkreis Mayen-koblenz gemacht. Außerdem kümmert sich Normann um die örtlichen Vereine und unterstützt die ehrenamtlich Tätigen großzügig in den verschiedensten Bereichen.

Die Landkreisabgeordnete Judith Lehning-Emden und Bendorfs Bürgermeister Michael Kessler sprachen kurze Grußworte, in denen sie der Spedition Normann alles Gute für eine weiterhin erfolgreiche Zukunft wünschten. Normann-Mitarbeiter Thomas Heinzen, Leiter der Speditionsabteilung seit 10 Jahren, ernannte seinen Chef Andreas Normann zum Kapitän und überreichte ihm die dafür notwendige Mütze.

Andreas Normann bat Pfarrer Joachim Fey, draußen vor der Halle die Segnung eines neuen LKW`s vorzunehmen. Nach einem gemeinsamen Abendessen konnten sich die Gäste über ein buntes abwechslungsreiches Rahmenprogramm freuen, bei dem unter anderen auch die Sayner Blauen Funken auftraten.

Mit freundlicher Genehmigung des Autors: Peter Lindemann – Kleeblatt (Verlag Linus Wittich).

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